Vermittlungsinfos

WICHTIGER HINWEIS – VERMITTLUNG  in  CORONA – Zeiten:

Vermittlungen sind ab sofort nur noch mit einem persönlich vereinbarten Termin möglich – nach einem telefonischen Vorabgespräch mit den Vermittlern.

Bei Interessenten, die unangekündigt kommen werden wir die Telefonnummer und die Adresse erfassen und an die Vermittlung weitergeben.

Abstandspflicht und das Tragen der Schutzmaske sind wesentliche Grundregeln.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Der Vorstand.

Die Vermittlung unserer Miezen an liebevolle, artgerechte und für sie passende Plätze ist uns eine Herzensangelegenheit und das Ziel all unserer Bemühungen. Das Wohlbefinden der Samtpfoten hat dabei für uns erste Priorität.

Wir erleben leider immer wieder, dass Menschen an uns herantreten und sich quasi eine Katze bestellen: Sie möchten sie „kurz aussuchen“, die gewünschte Farbe und das Alter wird als Kriterium vorgegeben. Fragen unsererseits – z.B. nach der Wohnlage und wie oft jemand zuhause ist – werden bereits als lästig, zuweilen sogar als unverschämt erachtet.

Das erstaunt uns immer wieder, geht es doch nicht darum, sich einen neuen Bürostuhl zu kaufen, sondern um die Aufnahme eines neuen Familienmitglieds. Katzen können 20 Jahre und älter werden, allein an sich schon ein gewichtiger Grund, sich Zeit zu nehmen. Auch sind Katzen überaus anspruchsvolle und herausfordernde Mitbewohner, deren Bedürfnisse und Ansprüche man kennen – und mit denen man auch zurechtkommen muss. Sie sind intelligent, zuweilen starrköpfig, nicht dressierbar und echte Freigeister, manche wahre Entdecker und in Schmuselaune oder an Hunger leidend an Penetranz bisweilen nicht zu überbieten. Auch bedeutet Katze nicht gleich Katze! Jede Mieze hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Temperament, ihre eigene Art. Hat Ihre alte Mieze den gemütlichen Platz auf dem Sofa nur für ein gutes Häppchen verlassen, ist ihre neue vielleicht eine versierte Jägerin und bringt Ihnen am laufenden Band „Geschenke“.

Deshalb ist es wichtig für uns, von Ihnen einiges zu erfahren: Neben Ihrer Wohnlage und den gegebenen Bedingungen (Freilauf oder Wohnungshaltung, Katzenklappe oder nicht, voll berufstätig oder Rentner usw.) sind Ihre Einstellung wichtig, Ihre Wünsche, Ihre Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf eine Katze und auf das Zusammenleben mit ihr. Nur so können wir einschätzen, welche Samtpfote zu Ihnen passen könnte.

Über diese Fragen sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen:

Möchten Sie Freigänger oder lieber Wohnungskatzen?

Hier ein paar Unterschiede:

Freigänger
  • Einbau einer Katzenklappe möglich? Oder bei einem Haus Zugang über ein Kellerfenster? Denken Sie daran, dass es in der Natur Ihrer Katze liegt, öfter mal eine Kleinigkeit zu fressen, bei Gewitter oder anderer Gefahr Schutz zuhause zu suchen oder in kalten Nächten nur kurz vor die Tür zu gehen und nicht stundenlang draußen zu bleiben. Auch wenn Sie grundsätzlich nur 4-5 Stunden arbeiten, kommen die Nächte hinzu, Termine, Freizeitaktivitäten …., wo Sie auch nicht zuhause sind.
  • Ist Ihre Wohnlage für eine Freigängerkatze geeignet? Ein großer Garten mit dahinter liegender Streuobstwiese bringt leider auch nichts, wenn davor die Hauptstraße verläuft.
  • Bei einer Wohnung ab dem 1. Stock kann sich der Zugang für die Mieze schwierig gestalten. Ist der Einbau von Katzenklappen im Keller und in Ihrer Eingangstür möglich? Oder ein Zugang über den Balkon mit Katzenklappe im Balkonfenster?
  • Katzentoilette: Auch eine Freigängerkatze benötigt im Haus mindestens eine Toilette.
  • Katzen bringen ihren Dosenöffnern gerne Geschenke mit in Form einer Maus oder eines Vogels, manche mehr, manche weniger. Manchmal ist die Beute noch sehr lebendig.
  • Kommen Sie damit zurecht, dass Ihre Katze eventuell nicht regelmäßig heimkommt und – in lauen Sommernächten – auch nachts mal draußen bleibt?
  • Katzen müssen im neuen Zuhause vor dem ersten Freigang 6 Wochen im Haus bleiben! Das ist unabdingbar, damit die Mieze wieder nach Hause findet! Bei Babies und jungen Katzen sieht die Sache nochmal anders aus: Junge Katzen unter einem Jahr haben auf der Straße nichts verloren! Sie reagieren und agieren wie Kleinkinder: impulsiv, sorglos, schnell. Allem, was sich bewegt, wird hinterhergejagt. Das Risiko, überfahren zu werden, ist enorm.
Wohnungskatzen
  • Haben Sie mit Ihrem Vermieter die Haltung von Katzen geklärt?
  • Haben Sie einen Balkon, den Sie einnetzen können? Das ist Voraussetzung. Auch hier ist die Zustimmung Ihres Vermieters nötig. Auch Eigentümer einer Wohnung müssen die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft einholen bzw. wissen, ob dies in der Wohnanlage gestattet ist.
  • Wie groß ist Ihre Wohnung? Bei zwei Katzen (ebenfalls Voraussetzung) sollten es nicht weniger als 80 m² sein.
  • Bedenken Sie, dass die Wohnung oder das Haus den gesamten Lebensraum Ihrer Katzen darstellen. Schaffen Sie Strukturen und Klettermöglichkeiten, Spielplätze und Ruhezonen (je nach Alter der Katzen) – nutzen Sie Ihre Räume voll aus: hohe, stabile Kratzbäume mit großen Liegeflächen und Hängematten, Kletterregale an den Wänden, Aufstiegsmöglichkeiten auf Schränke mit dortigen Schlafmöglichkeiten, leere Kartonagen mit Löchern, diverse Kuschelhöhlen, Katzengras in Töpfen oder als Liegeflächen und vieles mehr. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Wohnungskatzen brauchen Abwechslung und Beschäftigung, mehr als Freigänger. Nehmen Sie sich Zeit zum Schmusen und Spielen, bringen Sie vom Einkaufen neue Kartons mit – das ist wie Zeitungslesen für Ihre Miezen – oder aus dem Wald etwas Laub.
  • Sie benötigen immer eine Katzentoilette mehr, als Sie Katzen haben – bei zwei Miezen also drei Toiletten. Diese dürfen nicht in einem Durchgangsbereich stehen (z.B. Flur) oder irgendwo eingezwängt (z.B. unter dem Badschrank), so dass sich die Katze bücken müsste. Idealerweise im Eck eines Zimmers, wo sie ihre Ruhe hat und trotzdem den Überblick behält. Haben Sie diesen Platz bedacht?
  • Katzen genießen es, auf der Fensterbank die Welt anzuschauen. Ist das bei Ihnen möglich oder nutzen Sie die Fensterbänke für Dekorationen?
Wichtige Punkte bei beiden Haltungsformen:
  • Eine Katze kann 20 Jahre und älter werden – eine lange Zeit und eine große Verantwortung.
  • Katzen sind keine Hunde: Man kann ihnen vieles beibringen (auf die sanfte Weise) und sie begreifen schnell. Aber letztlich entscheiden sie, ob sie es umsetzen oder nicht. Eine Katze, die nie auf den Esstisch springt, wenn Sie da sind, wird es sich mit Sicherheit darauf gemütlich machen, wenn Sie außer Haus sind. Sie sind Kletterkünstler, springen gerne auf Schränke oder andere Möglichkeiten
  • Viele Pflanzen sind für Katzen giftig. Haben Sie bisher eine „grüne“ Wohnung? Können und wollen Sie diesbezüglich auf einige Gewächse verzichten?
  • Auch wenn Sie Ihrer Katze genügend Kratzbäume und Kratzmöglichkeiten anbieten: Eine Garantie, dass sie nicht an Ihrer Ledercouch kratzt oder an Ihren Esszimmerstühlen, kann Ihnen niemand geben. Könnten Sie damit leben?

Es gibt also viel zu Überlegen. Deshalb betrachten wir jede Vermittlung individuell, da die jeweiligen Komponenten sehr unterschiedlich sein können.

Ungeachtet dessen haben wir einige Kriterien, von denen wir zum Schutz unserer Miezen nicht abweichen:
  • Keine Vermittlung an Hauptstraßen oder in unmittelbare Nähe einer solchen
  • Bei voller Berufstätigkeit oder langen Abwesenheitszeiten ist eine Katzenklappe Voraussetzung
  • Babies (Abgabealter mind. 12 Wochen) werden nur zu zweit abgegeben oder zu einer bereits vorhandenen Katze dazu
  • In Wohnungshaltung vermitteln wir ausschließlich Katzen, die bereits aus solch einer Haltung kamen
  • Wohnungskatzen geben wir nur zu zweit ab oder zu einer vorhandenen Katze dazu
  • Gesunde Babies vermitteln wir grundsätzlich nur mit Freigang
  • Bei Wohnungshaltung ist ein abgesicherter Balkon Voraussetzung
Zum Ablauf einer Vermittlung:

Wir haben jeden Samstag von 13:00 bis 16:00 Uhr für Sie geöffnet. Da wir ein kleines Vermittler-Team sind und dies alle ehrenamtlich vollbringen, sind wir dankbar, wenn Sie uns bereits im Vorfeld telefonisch kontaktieren. So können wir schon einiges abklären und haben mehr Zeit für die Katzen, wenn Sie dann nach Donzdorf kommen.

Haben Sie Ihre Traummieze gefunden, benötigen Sie für die Vermittlung Folgendes:

  • Ihren Personalausweis
  • EUR 120 EUR Schutzgebühr in bar (pro Katze). Jede Mieze ist grundsätzlich kastriert, gechipt, geimpft (gegen Katzenschnupfen, Seuche und Tollwut) und entwurmt.
  • Eine Transportbox (pro Katze, bitte keine Weidenkörbe mitbringen, sondern stabile Plastikboxen, lieber zu groß als etwas zu klein)

Unter „Infos Katzen“ finden Sie noch Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Samtpfoten.

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis: Für uns ist die Vermittlung unserer Miezen kein „Abschluss“. Wir stehen Ihnen auch künftig mit Rat und Tat zur Seite – und freuen uns über die ersten Bilder oder eine Mail, wie es läuft.

Scheuen Sie sich auch nicht, bei Unsicherheiten oder auftretenden Problemen anzurufen. Gerade bei frisch gebackenen Dosenöffnern ergeben sich die Fragen oft erst im Laufe des Zusammenlebens mit ihrem neuen Mitbewohner. Wir helfen sehr gerne!

Gleiches gilt für veränderte Lebenssituationen, die das Leben einem manchmal beschert: Rufen Sie uns an, wir sind auch in der Zukunft für unsere ehemaligen Miezen da.

 

Herzlichst
Ihr Katzenschutz-Team